Emissionsberechnung

Berechnungstool für CBAM-Kosten

Das Verständnis der potenziellen CBAM-Exposition ist zentral für die Einordnung regulatorischer Verpflichtungen im Rahmen des CO2-Grenzausgleichsmechanismus (CBAM).

Der CBAM-Emissionsrechner ermöglicht eine strukturierte Ermittlung der graue Emissionen importierter Waren und bildet damit die Grundlage für die Ermittlung der erforderlichen CBAM-Zertifikate.

Auf dieser Basis lassen sich die potenziellen Kostenwirkungen indikativ berechnen.

Die Erfassung der Emissions- und Zertifikatsexposition dient als Ausgangspunkt für die weiterführende Analyse regulatorischer, finanzieller und strategischer Auswirkungen in einem regulierten Marktumfeld.

Die CBAM-Verordnung sieht grundsätzlich vor, dass Emissionen entweder auf Basis von Defaultwerten oder auf Grundlage tatsächlicher Emissionswerte berechnet werden können. Der Emissionsrechner bildet derzeit ausschließlich die Berechnung mit Defaultwerten ab, da tatsächliche Emissionswerte für das Jahr 2026 noch nicht verfügbar sind.

Arbeitsweise des CBAM-Rechners

Der CBAM-Rechner bildet die graue Emissionen importierter Produkte ab und ermittelt daraus die erforderliche Anzahl an CBAM-Zertifikaten.

Die Berechnung erfolgt vollständig auf Default-Werten gemäß CBAM-Verordnung.

Bitte wähle Sie selbst den variablen Preis der CBAM Zertifikate aus. Die Berechnung erfolgt unter der Annahme, dass auch für 2026 der CSCF bei 1 festgelegt wird und auf Grund der aktuell festgelegten Werte. Die Kosten für die Jahre nach 2026 können Veränderungen unterliegen, da die zu Grunde gelegten Verordnungen angepasst werden könnten.

Wenn Sie externe Inhalte von dee243d5-df79-4528-aebd-7a264d57b731.plotly.app aktivieren, werden Daten automatisiert an diesen Anbieter übertragen.

Wir zeigen auf dieser Webseite eine kostenfreie Version im Sinne von „Look-and-Feel“ unseres CBAM-Rechners. 

Diese Version ersetzt bewusst nicht die auf den Einzelfall bezogene konkrete Berechnung und Beratung, die weitere Features umfasst. Für die regulatorische erforderliche Berechnung und Beratung vereinbaren Sie bitte einen Termin hier

CBAM

Definition und Notwendigkeit eines Kalkulationstools

Der Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) ist eine EU-Verordnung, welche Importeure zur Abgabe von CBAM-Zertifikaten verpflichtet (seit Januar 2026). Diese Maßnahme ist darauf ausgelegt, die Kohlenstoffkosten zwischen inländischen und importierten Produkten anzugleichen, der Verlagerung von Emissionen (Carbon Leakage) entgegenzuwirken und globale Klimaschutzmaßnahmen zu unterstützen.

CBAM erstreckt sich auf ausgewählte emissionsintensive Sektoren, einschliesslich Stahl, Aluminium, Zement, Düngemittel, Wasserstoff und Elektrizität. Für Unternehmen, die diese Materialien importieren, ist die Kenntnis potenzieller finanzieller Verpflichtungen eine Anforderung für die strategische Planung und die Sicherstellung der Compliance im sich entwickelnden regulatorischen Umfeld.

Kostenabschätzung

Berechnung der voraussichtlichen finanziellen Auswirkungen.

Regulatorische Konformität

Vorbereitung auf die gesetzlichen Anforderungen.

Beschaffungsentscheidungen

Unterstützung bei der Entscheidungsfindung bezüglich Lieferketten.

Wen unterstützen wir?

CBAM betrifft verschiedene Akteure entlang der Lieferkette - von Herstellern über Logistik Dienstleister bis hin zu Beratungsgesellschaften. Unsere Lösungen sind auf die spezifischen Anforderungen jeder Zielgruppe zugeschnitten.

Wir bieten maßgeschneiderte Unterstützung für:

Europäische Unternehmen

Importeure von CBAM-relevanten Gütern, die ihre Compliance-Verpflichtungen erfüllen und Kosten transparent machen müssen.

Indirekte Zollvertreter & Logistiker

Dienstleister, die ihre Kunden bei der Einhaltung der CBAM-Anforderungen unterstützen und Berichtsprozesse optimieren.

Nicht europäische Hersteller & Händler

Produzenten oder Händler außerhalb der EU, die ihre Emissionsdaten dokumentieren und an europäische Importeure weitergeben müssen, um mögliche Auswirkungen auf Kosten- und Verkaufspreise besser einschätzen zu können.

Beratungsgesellschaften

Berater, die ihre Kunden bei der CBAM-Implementierung begleiten und strategische Lösungen entwickeln.

Vorteile des CBAM-Rechners

Default-Werte

Berechnung basiert vollständig auf EU-Standardwerten, keine von Dritten Datenbeschaffung erforderlich.

Saubere Trennung

Transparente Abbildung von Importmengen, Emissionsfaktoren und Anpassungen.

Regulatorische Konformität

Sicherstellung der Einhaltung der akltuellen CBAM-Vorschriften.

Praktische Anwendung

Einfache Ermittlung der CBAM-Kosten für Importeure und Ableitung belastbarer Prognosen für zukünftige Preisverhandlungen.

Datengrundlage für die Emissionsberechnung

Produktidentifikation & Importmenge

Die Klassifizierung der Waren erfolgt mittels KN- oder HS-Codes. Die Gesamtmenge der CBAM-relevanten Importe ist in Tonnen anzugeben und bildet die Grundlage für die weiteren Berechnungen.

Graue Emissionen

Anlagen- und produktbezogene direkte (sowie zukünftig indirekte) Emissionen sind in tCO₂e pro Tonne Produkt zu ermitteln.

Anrechenbarer CO₂-Preis im Drittland

Die im Ursprungsland bereits gezahlten CO₂-Kosten sind nur anrechenbar, sofern eine explizite, verifizierbare CO₂-Bepreisung vorliegt, die weder kompensiert noch rückerstattet wurde. In vielen Fällen beträgt dieser Wert 0, da anerkennungsfähige CO₂-Bepreisungssysteme nicht oder nicht in anrechenbarer Form vorliegen.

CBAM-Zertifikat-Preis

Es ist der durchschnittliche marktbasierte ETS-Preis des relevanten Berichtszeitraums heranzuziehen, wie er gemäß den EU-relevanten Referenzwerten bestimmt wird (nicht der Echtzeit- oder Spot-Preis). Aktuelle Preise für eine Tonne CO₂ liegen, unter Berücksichtigung ihrer Volatilität, bei rund 70 €.

Vorgehensweise zur Ermittlung der CBAM-Kosten

Identifikation relevanter CBAM-Produkte

Die Überprüfung des Importportfolios auf erfasste Materialien ist zur Einordnung der CBAM-Relevanz angezeigt.

Erfassung von Emissionsdaten

Für die Berechnung werden entweder verifizierte Daten erhoben oder EU-Benchmarks angewendet. Bei Defaultwerten sind keine Fremddaten erforderlich.

Eingabe von Berechnungsvariablen

Die Mengenangaben, Ursprungsland und CN-Code sind im Berechnungstool zu erfassen.

Anwendung der CO2-Bepreisung

Für die Berechnung kommen die aktuellen oder prognostizierten CBAM-Zertifikatspreise zur Anwendung.

Analyse der Kostenprognosen

Die Ergebnisse unterstützen Budgetierung und Planung. Die Genauigkeit der Prognosen hängt von den verwendeten Daten und von weiteren, von der EU vorzugebenden Parametern ab.

Eine systematische Vorgehensweise ermöglicht eine umfassende Kostenbewertung. Reduzierung der CBAM-Belastung durch strategische Beschaffungsentscheidung aufzeigen.

Praxisbeispiel

Stahlimport aus China im Jahr 2026

600 Tonnen importiert

Stahlliefermenge

2.030 tCO₂e pro Tonne

Graue Emissionsintensität

798 Abzüge t CO₂e

Kostenlose ETS-Zuteilungen berücksichtigt; kein anrechenbarer CO₂-Preis im Ursprungsland

1.232 Erforderliche CBAM-Zertifikate

Zertifikatsverpflichtung für das Jahr 2027: 1437 CBAM-Zertifikate

Dieses Beispiel dient der vereinfachten Darstellung der CBAM-Grundrechnung. Ausgangspunkt sind die graue Emissionen der importierten Waren, die sich aus Importmenge und produktspezifischen Emissionswerten ergeben.

Grundrechnung (vereinfacht): Graue Emissionen

  • Abzüge gemäß CBAM-Verordnung erforderliche CBAM-Zertifikate

Die Abzüge umfassen insbesondere die Anpassung für kostenlose Free Allocation sowie – sofern vorhanden – anrechenbare CO₂-Preise im Ursprungsland. Die vollständige Berechnung erfolgt gemäß den Vorgaben der CBAM-Verordnung und berücksichtigt produktspezifische Defaultwerte sowie den schrittweisen Wegfall kostenloser ETS-Zuteilung in den Jahren bis 2034.

Eine strukturierte Berechnung ist daher entscheidend für belastbare Kostenergebnisse, realistische Mengenannahmen und die Bewertung strategischer Beschaffungsoptionen.

CBAM-Konformitätszeitplan und Berichterstattung

1. Januar 2026 - Definitive Phase beginnt

Importeure müssen sich als zugelassene CBAM-Anmelder registriert sein, jährliche CBAM-Erklärungen einreichen und CBAM-Zertifikate kaufen und abgeben.

Februar 2027 - CBAM-Zertifikate verfügbar

Im Rahmen des Vereinfachungs-/Omnibus-Vorschlags könnten CBAM-Zertifikate für im Jahr 2026 entstandene Emissionen erst ab Februar 2027 zum Erwerb zur Verfügung stehen.

31. Oktober 2027 - Erste Jahreserklärung fällig

Einreichung der CBAM-Jahreserklärung 2026 und Abgabe der Zertifikate; mögliche Fristverschiebung auf den 31. August 2027.

Während 2027 - Vierteljährlicher Zertifikatskauf

Möglicher vierteljährlicher Erwerb von CBAM-Zertifikaten zur Abdeckung von rund 50 % der geschätzten Emissionen.

2026-2034 - ETS-Zertifikate-Auslauf

Auslauf kostenloser EU-ETS-Zertifikate für CBAM-Sektoren und zunehmende Angleichung an CBAM-Zertifikatanforderungen; steigende Bedeutung von Nachfrage- und Kostenprognosen.

Relevante Maßnahmen: Eine präzise Erfassung von Emissionsdaten und die Kalkulation der damit verbundenen Kosten sind für die Finanzplanung und Budgetallokation relevant. Dies dient der Sicherstellung der Einhaltung der Vorschriften ab dem Beginn der finanziellen Verpflichtungen im Jahr 2026.

Bewertung der CBAM-Exposition

Ermittlung potenzieller Kosten

Die Nutzung verfügbarer CBAM-Kalkulatoren kann zur Bewertung potenzieller Zertifikatskosten und zur Identifizierung von Importkategorien mit erhöhter Relevanz dienen.

Einbeziehung von Lieferanten

Die Kooperation mit relevanten Lieferanten ist für die Bereitstellung verifizierter Emissionsdaten erforderlich.

Beobachtung der Preisentwicklung

Die Beobachtung der CBAM-Zertifikatspreise verbessert die Planbarkeit der Zertifikatskosten und ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Kostenänderungen.

Vorbereitung interner Systeme

Die vollständige Implementierung von CBAM erfordert internes CBAM-Requirements Planning sowie entsprechende Berichtskapazitäten.

CBAM führt neue Anforderungen für EU-Importeure ein. Eine frühzeitige Analyse der Exposition, die Bewertung von Lieferketten und die Anpassung interner Prozesse ermöglichen die Sicherstellung der Compliance und die frühzeitige Adressierung regulatorischer Risiken.

Weiterführende Unterstützung

Eine vertiefte Analyse der CBAM-Betroffenheit sowie der zugrunde liegenden Datenanforderungen kann je nach Importstruktur und regulatorischer Ausgangslage sinnvoll sein.

MAYGREEN unterstützt der weiteren Einordnung und Strukturierung der relevanten Fragestellungen, einschließlich:

  • Bewertung der CBAM-Relevanz spezifischer Importströme
  • Strukturierung der erforderlichen Datenerfassungsprozesse
  • Vorbereitung auf die Berichtspflichten der definitiven Phase

Zur operativen Umsetzung der CBAM-Anforderungen stellt MAYGREEN mit dem CBAM Facilitator 3.0 ein unterstützendes Instrument zur Strukturierung von Emissionsdaten, zur Abbildung von Berechnungslogiken sowie zur Vorbereitung der CBAM-Berichterstattung bereit. Die Anwendung erfolgt aufgrund der regulatorischen Vorgaben und unter Berücksichtigung der jeweiligen Import- und Lieferkettenstruktur.